Inkasso-Schreiben erhalten: Was Sie tun müssen – und was Sie nicht tun müssen

Ein Inkasso-Brief verursacht Stress – doch viele Forderungen sind unberechtigt oder bereits verjährt. Wie Sie reagieren, welche Rechte Sie haben und wann Sie zahlen sollten.

Von: anwaltwelt.de Redaktion

Keine Panik bei Inkasso-Schreiben

Inkasso-Unternehmen treiben Forderungen für andere ein. Ein Inkasso-Brief verpflichtet Sie nicht automatisch zur Zahlung. Prüfen Sie zunächst, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist.

Was Sie sofort prüfen sollten

  • Ist die Forderung verjährt? Viele Forderungen verjähren nach 3 Jahren (Regelverjährung), manche schneller. Zahlen Sie nicht auf eine verjährte Forderung – Sie erkennen sie sonst als berechtigt an.
  • Ist die Forderung berechtigt? Kennen Sie die zugrundeliegende Forderung? Haben Sie den Vertrag abgeschlossen?
  • Sind die Inkasso-Kosten berechtigt? Die Kosten müssen sich im gesetzlichen Rahmen halten.

Niemals am Telefon zahlen oder Daten bestätigen

Seriöse Inkasso-Unternehmen dürfen keine unlauteren Druckmittel einsetzen. Lassen Sie sich nicht durch Anrufe unter Druck setzen. Bestätigen Sie keine Daten, machen Sie keine Zahlungszusagen am Telefon.

Widerspruch einlegen

Halten Sie die Forderung für unberechtigt, schreiben Sie schriftlich an das Inkasso-Unternehmen und bestreiten Sie die Forderung. Das Unternehmen muss dann nachweisen, dass die Forderung besteht.

Schutzschuldner-Register

Inkasso-Unternehmen sind beim Bundesamt für Justiz registriert und unterliegen der Aufsicht. Beschwerden können Sie an die Bundesnetzagentur oder an den Verbraucherschutz richten.

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