Warum Mietverträge genau prüfen?
Ein Mietvertrag ist oft das finanzielle Fundament über viele Jahre. Unwirksame Klauseln nützen Ihnen wenig, wenn Sie sie nicht kennen – und gültige Klauseln können erhebliche Pflichten begründen. Nehmen Sie sich Zeit vor der Unterschrift.
Klausel 1: Starre Renovierungsfristen
Wie oben erläutert – solche Klauseln sind oft unwirksam. Prüfen Sie, ob die Frist unabhängig vom Zustand der Wohnung gilt.
Klausel 2: Tierhaltungsverbote
Ein generelles Verbot jeglicher Tierhaltung – auch Kleintiere wie Fische oder Hamster – ist unwirksam. Hunde und Katzen benötigen aber die Zustimmung des Vermieters.
Klausel 3: Untervermietungsverbot ohne Ausnahme
Ein totales Untervermietungsverbot ohne Erlaubnisvorbehalt ist unzulässig – Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Erlaubnis bei berechtigtem Interesse.
Klausel 4: Weitreichende Schadensersatzpflichten
Klauseln, die Sie für Schäden haften lassen, die durch normale Nutzung entstehen (z. B. Kratzer im Parkett), sind unwirksam.
Klausel 5: Formularwidrige Fälligkeit der Miete
Die Miete ist gesetzlich spätestens am dritten Werktag des Monats fällig. Abweichungen zulasten des Mieters in Standardformularen sind unzulässig.
Klausel 6: Mündliche Nebenabreden
Bestehen Sie auf schriftliche Fixierung aller Absprachen. Mündliche Vereinbarungen sind schwer nachzuweisen.